Das Zertifikat Wertpapier
Dabei unterscheidet man bei den Zertifikaten zwischen den Partizipationszertifikaten und den Zertifikaten mit einem detaillierten Rückzahlungsprofil. Erstere folgen dabei immer dem Basiswert, der ihnen zugrunde liegt. Hierzu zählen die Index- oder Basiszertifikate, die auch am häufigsten auf dem Markt vertreten sind. Bei den Zertifikaten mit definiertem Rückzahlungsprofil hingegen handelt es sich meist um Discount, Bonus oder Expresszertifikate. Aber auch Optionsscheine und Aktienanleihen gehören dazu. Bei diesen Zertifikaten ist es so, dass das Zertifikat zum Laufzeitende einen Wert annimmt, der sich nach bestimmten Kriterien richtet. Dabei wurde bereits bei der Ausgabe der Zertifikate der Wert festgelegt, den diese bei bestimmten Kriterien, die später eintreten, annehmen werden.
Die meisten Zertifikate im Handel sind dabei die Indexzertifikate. Sie geben im Grunde genommen die Entwicklungen eines bestimmten Indizes an der Börse wieder. Steigt dieser, so steigen die dazu gehörigen Zertifikate ebenfalls und im umgekehrten Fall sinken diese genauso wie der zugrunde liegende Index. Dabei unterscheidet man zwischen der Grundlage des Performance- und des Kursindex. Bei ersterem werden nicht nur die Kursentwicklungen zugrunde gelegt, sondern eben auch die Auszahlungen der Dividenden an die Aktionäre.
Grundsätzlich sollte man aber nur in Zertifikate investieren, wenn man auch ein wenig Bereitschaft zum Risiko mit bringt. Denn auch hier können durchaus Verluste entstehen, wenn man die Zertifikate zu einem ungünstigen Kurs wieder veräußert oder sich einfach der Basiswert verschlechtert.