Geld im Ausland anlegen

Doch warum legen eigentlich immer mehr Menschen ihre Gelder im Ausland an? Diese Frage ist durchaus berechtigt und an erster Stelle fällt dabei vielen wohl die Steuerflucht ein. Doch nicht jeder Anleger, der im Ausland Gelder anlegt, kann auch gleich der Steuerhinterziehung bezichtigt werden. Denn auch im Ausland muss man ganz normal zum Beispiel die Kapitalertragssteuer bezahlen. Diese wird dann direkt von den Kapitalerträgen einbehalten, sodass sie dem Steuerpflichtigen gar nicht erst ausgezahlt wird. Die Banken werden dann die Steuer an die Finanzbehörden der einzelnen Länder überweisen. Dabei werden aber die Namen der Steuerpflichtigen nicht angegeben, sodass diese anonym bleiben können.

Steuerpflichtigen nicht angegeben, sodass diese anonym bleiben können. Das Geld, welches im Ausland angelegt wird, ist damit für die deutschen Behörden nicht zu sehen. Dies wird insbesondere insofern wichtig, als dass man sich in Deutschland wie ein gläserner Bankkunde fühlen muss. Denn hierzulande können die Behörden wie das Finanzamt auf Antrag auch problemlos Einsicht in die Konten der einzelnen Bürger erhalten. Zunächst einmal werden dabei die Stammdaten abgefragt, mitunter schaut man sich aber auch die Umsätze einmal genauer an. Dies ist jedoch bei Geldanlagen im Ausland nicht möglich, sodass hier entsprechend mehr Sicherheit, mehr Privatsphäre für die Anleger bleibt.

Nur wenn ein dringender Verdacht auf eine Straftat besteht, kann die deutsche Behörde im Ausland um Amtshilfe bitten und so Einblick in die Konten erhalten. Allerdings muss die Tat auch im betreffenden Land strafbar sein, was zum Beispiel bei der Steuerhinterziehung in der Schweiz nicht der Fall wäre. Das Wahren des Bankgeheimnisses ist also für viele Anleger ein wichtigerer Grund für die Geldanlage im Ausland.