Alternative Geldanlage
Im Normalfall legt man Geld bei einer Bank an und erhält dafür Zinsen. Die Bank kann das Geld nun dazu nutzen, Kredite zu vergeben und somit Renditen zu erwirtschaften. Der Kunde selbst hat aber keinerlei Einfluss darauf, wofür diese Kredite vergeben werden. So unterstützt er bei normalen Banken unwissentlich oft die Rüstungsindustrie, obwohl er strikt gegen den Krieg ist.
Ist dem Anleger diese Tatsache erst einmal klar geworden, so schaut er sich häufig nach anderen Formen der Geldanlage um. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl von ökolgischen, ethischen oder anderen Geldanlagen. Diese sind aber in der Regel nur bei speziellen Banken erhältlich, die sich auf derartige Anlegeformen spezialisiert haben.
Der Anleger erhält hier in der Regel etwas geringere Zinsen für seine Geldanlage, jedoch lebt er dafür mit einem reinen Gewissen. Denn hier kommt es weniger auf Renditen, sondern vielmehr auf die Ethik einer Geldanlage oder Investition an. Die Personen, Institutionen und Unternehmen, an die Kredite vergeben werden, werden dabei streng überprüft. Und auch der Anleger kann Wünsche äußern, in welche Projekte sein Geld fließen soll. Dies können beispielsweise Projekte für den Umweltschutz, im Frauenwesen oder auch für Kinder sein. Als Kunde erhält man bei der alternativen Geldanlage also ein Mitspracherecht, wofür die eigenen finanziellen Mittel, die man anlegt, eingesetzt werden können.
Bereits seit dem Vietnamkrieg haben sich derartige Geldanlagen entwickelt. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich auch einige deutsche Banken, die alternative Geldanlagen anbieten. Deren Zahl steigt aktuell stets an, wobei auch die Nachfrage nach alternativen Geldanlagen zunimmt.